SPAM the musical

SPAM the musical

Die Internetplage Spam feiert in diesem Jahr den 30. Geburtstag. In dem Cross-Media Projekt „SPAM the musical“ wird Spam von anonymen Künstlern zum Thema und zur Methode in der Kunstwelt erklärt. Zwei Jahre lang wurden Spams gesammelt und typisiert, um Scriptvorlagen für Kunstvideos zu werden. In Clips mit Titeln wie „The Lonely Girls“, “The Lottery” oder „The Dying Widow“ werden die im Spamtext innewohnenden Versprechungen mit operettenhaftem Augenzwinkern ins Bild gesetzt. Everyone’s a winner, baby can’t you see? Doch Spam hat auch seine Antithese. Das zeigen die „deleted scenes“ im zweiten Teil, in denen werbewirksame Illusionen fachgerecht zerstört werden.

Ziel der Initiatoren ist es, Kuratoren und Journalisten ein Jahr lang, täglich vier Stunden anzuspammen. Jeder Internetuser kann dies aktiv unterstützen und so eine Gastrolle im nächsten Video ergattern. Nicht ohne Grund bietet das Projekt auf 14 Video- und 7 Social-Network-Portalen den ganzen Fluch & Segen des Web 2.0.

„SPAM the musical“ premierte im August 2008 als „Viral Video“ auf dem Edinburgh Art Festival: Die Clips wurden dort ohne Ankündigung in Sportbars, Pubs, Clubs und Kinos gezeigt und von Tourist-Guides per Bluetooth auf unvorbereitete Handys gespamt. Kurz darauf tauchte „SPAM the Musical“ in der Berliner Galerie Wagner + Partner im „Joseph Mumbasi Remix“ auf: Installation gewordener Spam ‚Made in Malawi’.

„SPAM the musical“ kursiert im Netz, in Ihrem Spamfilter oder unter www.spamthemusical.com .

For more information ask our African brother and landmine victim Joseph Mumbasi, who usually represents us in the 1st World. With some luck you will get a mouth-painted reply or a business offer from his uncle, asking you to import cheap ‘made in China’ rope-lights via Africa.
joseph.mumbasi@spamthemusical.com