Kaspar König

Meta-F(av)orisieren
(Workshop in 2 acts. – max. 10 Teilnehmer)

Verändern tut sich alles. Wir nehmen es in die Hand. Nimm also (d)ein Gadget und bring es in einen Wandel, so dass es die verschiedenste Meta-Ebenen besucht.

Das man von einer Eieruhr kein Computer machen kann ist logisch, das Umgekehrte auch. Wenn man von einen Computer eine Eieruhr macht ist das keine Kunst. Oder doch? Welche einfache Mittel stehen uns zur Verfügung um diesen Kompatibilität-check zu machen? Womit werden wir unsere Kunst zeigen, wenn wir ein Computer in eine Eieruhr verändern? Mit dem Computer oder mit dem Ei? Meines Erachtens finden wird das Huhn…

Die Untersuchung der Favorisierten auf- oder abwärtskompatiblen Eigenschaft, ist die Einleitung und der erste Akt dieser Workshop. Danach nutzen wir Techniken wie DIY Eigenbau und Improvisations- Theater, um die Erweiterung effektiv zu machen. Wir bilden und bauen miteinander die Funktionen aus und ein, mit allen denkbaren Auswirkungen…

Wenn unsere Zukunft so wird, dass alles entweder scanbar ist oder eine direkte IP Adresse bekommt, erörtern und erproben wir jetzt schon die Tauglichkeit und Kompatibilität mit unserer menschlichen Seele und unseren Wünschen.

Die denkbaren, machbaren und auch die rein illusorischen Erweiterungen beziehungsweise Metaphern, werden im zweiten Akt an ein Publikum vorgestellt. Lasst uns die Reaktionen interpretieren, mit der Schlussfolgerung, welche den Sinn der Gadgetifizierung als Steigerung und Verlängerung unserer imaginären Händen versteht.

Kaspar König ist 1975 in Maastricht geboren. 1993-1996 studierte er Maschinenbau an der RWTH in Aachen. Seine künstlerische Schaffenskraft kam zu kurz, im Jahr 2002 erwarb er das Diplom als Designer an der UdK Berlin. Mit dem Klangrad, ein auditiv erweitertes Fahrrad, interpretiert er noch heute die grösste Partitur der Welt – die Strasse. Seit 2005 arbeitet er auch wieder vermehrt in den Niederlanden. In Maastricht wurde ihm ein Gewerbebau zur freien Verfügung gestellt. ARM (Artspace Rondeel Maastricht) ist in den letzten vier Jahren zu einer Plattform für internationale junge Klang- und PerformancekünstlerInnen geworden und wirkt als Katalysator von Netz- und Kulturwerken. Seine Arbeit pendelt zwischen Design, Klang & Performance, er kreiert dabei Innovationen mit Wiedergenutztem. Diese Ansätze gibt er in Workshops weiter. Mehrfach wurde er nach Beijing an die Akademie der Bildenden Künste eingeladen, um dort einen Workshop über nachhaltiges Design mit recycelten Materialen zu halten. Seit 2010 studiert er an der HfM Mainz im Masterstudiengang Klangkunst und Komposition und ist als einziger Künstler Mitglied der Gutenberg Akademie.

www.kasparkoenig.com
www.artspacerondeelmaastricht.wordpress.com