Sarah Held

Stummfilmworkshop zur interfiction
Metropolis 2.0
Stummfilme sind das filmische Fundament cineastischer Kultur, ironischerweise können sie heute ohne großen technischen Aufwand und entsprechende Gerätschaften produziert werden. Wer Besitzer eines Smartphones ist kann dank einer (kostenlosen) Applikation zum Fritz Lang des 21. Jahrhunderts werden. Im Rahmen der interfiction XVIII erlebt der Stummfilm eine Renaissance im Hosentaschenformat.
Im Workshop zur interfiction knistert das Spannungsfeld zwischen historischer Filmkultur der zeitgenössischen mobile-gadget-Generation. Es werden eigene Stummfilme vom Storyboard bis zur Uraufführung produziert und im Anschluss des Workshops für alle Teilnehmer, dank Web 2.0, online zur Verfügung gestellt. Innerhalb des kurzen Zeitfensters der interfiction verkörpern die Teilnehmer eine do-it-yourself-Filmcrew. Vom Kameramann bis zur dramatischen Stummfilmdiva kann in verschiedene Rollen geschlüpft werden.

Sarah Held ist Doktorandin am Institut für Visuelle Kultur der Goethe Universität in Frankfurt am Main. Thematisch beschäftigt sie sich in ihrer Dissertation mit do-it-youself-Kulturen. Zudem ist sie Mitarbeiterin im Projekt „Biotop Stadt“, geleitet von Verena Kuni, an der Frankfurter Universität. Seit 2007 ist sie, vorwiegend im Bereich des Kostümbilds, in verschiedenen Guerilla-Filmproduktionen, die sich an der Schnittstelle zwischen DIY und kommerziellem Kinofilmprojekt bewegen, tätig gewesen.

Link zum letzten (eher kommerziell verorteten) Filmprojekt:
http://www.gegengerade-derfilm.de/

Vortrag und Workshop beim PopDesignFestival 2011, Köln-Ehrenfeld (Dissertationsthema)
http://d-q-e.net/programm_pdf2011_08.html

Vortrag und Workshop bei der MODus, Köln-Ehrenfeld (Dissertationsthema)
http://www.d-q-e.net/modus2011-programm.html

Textbeitrag: „Zurück auf Los: Strategischer Situationismus zur Rückeroberung eines Hochschulraumes“ in „Abreißen oder Gebrauchen? NutzerPerspektiven einer 50er Jahre Architektur“ (Erscheint voraussichtlich im März 2012).