Karl Heinz Jeron

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Kopieren – Konfigurieren – Keine Kontrolle

Information ist ein zentraler Schlüsselbegriff meiner Arbeit seit Anfang der 90er Jahre.
Dazu gibt es drei Werkgruppen: Kontextsysteme als Mitglied von Handshake und Internationale Stadt, Datenrecycling von Blank & Jeron und schließlich die Inszenierungen seit 2004 als Solokünstler.

Bei der Umsetzung ist es für mich ohne Bedeutung, ob meine Arbeit ihre eigene Form als Bildqualität ausbildet, um sich als Kunst zu verantworten.
Meine Arbeiten sollen kommunizieren.
Sie sind immer einem Kontext verpflichtet und sehr oft in einer situationsspezifischen Form arrangiert.

Authentizität ist für mich ohne Relevanz.
Tatsächlich halte ich die Frage nach Authentizität für eine überkommene bürgerliche Sehnsucht.
Als Fetisch der Echtheit begegnet sie einem immer dann, wo etwas massenhaft verkauft werden soll.

Meine Methoden sind: kopieren und konfigurieren.
Mein Leitspruch heißt „keine Kontrolle“.

Ich stelle zwei Arbeiten vor. Einmal Dump your Trash (1998 zusammen mit Joachim Blank) als Beispiel für Datenreycling und die Hermes Oper (2012), bei der ich mitgehörte Telefongespäche in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgeschrieben und für das Libretto verwendet habe.

Mein Vortrag handelt von mitgeschriebene Telefongesprächen, Datenrecycling, Atomsemiotik und radikaler Offenheit.

http://blankjeron.com/sero/dyt/
http://hermes.jeron.org
http://xyz.jeron.org

Hermes - Karl Heinz Jeron - Foto: Sascha Stadlmeier

Hermes – Karl Heinz Jeron – Foto: Sascha Stadlmeier

Blank - Jeron - Serostein

Blank – Jeron – Serostein

Karl Heinz Jeron
Ich bin 1962 in Memmingen geboren und lebe und arbeite in Berlin. Meine Arbeiten wurden unter anderem im ZKM Karlsruhe, auf der Ars Electronica Linz, der Documenta X, am ICA London, dem Walker Art Museum Minneapolis, der Berlinischen Galerie Berlin und dem Museum of Mordern Art San Francisco gezeigt.
http://jeron.org